Der Erfinder der psychosozialen Identität, Erik Erikson, war Gegenstand der allerersten fachlichen Thematik. Erikson war Psychoanalytiker und lebte von 1902 bis 1994, emigrierte dann nach Amerika. Durch seine Erlebnisse des Nazideutschlands brachte er Persönlichkeit und Umfeld zusammen, war Begründer dieser Strebung.
In seiner Theorie entwickelte er ein mehrstufiges Modell von der Entwicklung der Persönlichkeit, die sich über das ganze Leben erstreckt. Besonderes Augenmerk war dabei immer die Jugend, in der nach der Meinung Eriksons die Weichenstellung für den späteren Lebensweg stattfindet. Diese Ansicht ist wie seine gesamte Theorie eine Analogie des eigenen Lebenslaufes, wie es so typisch in der Psychologie ist.
Nach der Theorie Eriksons durchläuft man in jedem der Abschnitte eine Krise, aus der man mit einer positiven oder negativen Entwicklung für das weitere Leben heraus kommt. Entscheidend ist, dass man nur durch eine Stufe zur Nächsten gelangt und nicht automatisch durch ein älter werden auch reift.
An die Theorie der psychosoziale Identität machte sich später James Marcia an die Sache. Er entwickelte eine Interviewmethode, in der die Antworten sich später in Kategorien einschätzen ließen. Dadurch konnte er die Entwicklung der Persönlichkeit nach einem 4-Stufen-Konzept einordnen.
Diese Einschätzung stützt sich auf zwei Pfeiler, die Verlässlichkeit und Entdeckungsfreude genannt werden könnten. Die Mischung aus beiden macht den Charakter. Dabei ist die nicht entwickelte Persönlichkeite diejenige, die keine Ziele und keine Meinung hat. Die sozusagen entwickeltste Person ist dann die, die feste Ziele und Absichten hat und Neugierig ist auf das was kommen wird.
Was die Beeinflussung der Theorie durch die Person betrifft, erhielt sich die These vom leistungsstärkeren männlichen Gehirn für eine längere Zeit, bis Frauen die Thematik untersuchten und feststellten, dass weiblich Gehirne vielleicht kleiner, aber effektiver sind. Zwei Seiten einer Medaille. Also auch in der heutigen Zeit beeinflusst die Persönlichkeit die Forschung, nichts Untypisches.
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